Eltern von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen – Eine qualitative Analyse von Bewältigungsstrategien im Kontext des Corona-Shutdowns Sandra Warnken, B.A. Hrsg.: Prof. Dr. Hartmut Reinke & Prof. Dr. Peter Hoffmann
Als die Kinder- und Jugendpsychiatrien im Frühjahr 2020 ihren Präsenzbetrieb einstellten, standen Eltern psychisch kranker Kinder und Jugendlicher plötzlich ohne professionelle Unterstützung da. Die ambulante Versorgung brach weg – doch die Krisen der Kinder blieben.
Sandra Warnken, die als Sekretärin in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtung tätig ist, beobachtete diesen Einbruch aus nächster Nähe: Das Telefon klingelte nicht. Diese Beobachtung wurde zum Ausgangspunkt einer qualitativen Studie, die fragt: Welche Bewältigungsstrategien entwickelten betroffene Eltern in dieser Ausnahmesituation – und was lässt sich daraus für die professionelle Soziale Arbeit lernen?
In vier narrativen Interviews, geführt und analysiert nach Schützes Narrationsanalyse, rekonstruiert Warnken die subjektiven Erfahrungen und Ressourcen betroffener Elternteile. Die Studie verbindet Resilienzforschung, Bewältigungstheorie und klinisches Kontextwissen mit dem methodischen Anspruch qualitativer Gesundheitsforschung auf hohem Niveau.
Das Ergebnis ist mehr als eine Pandemie-Dokumentation: Es ist eine präzise, reflektierte und methodisch vorbildliche Analyse eines gesellschaftlichen Ausnahmezustands – aus der Perspektive derer, die ihn im Stillen getragen haben.
Sandra Warnken, B.A. studierte Soziale Arbeit und legte mit dieser Studie eine Abschlussarbeit vor, die wissenschaftliche Stringenz mit praktischer Relevanz verbindet.
bifop Verlag, Bremen 2021 · ISBN 978-3-948773-24-3 (print) · 978-3-948773-25-0 (eBook)

