Unsere Titel durchlaufen einen Peer-Review-Prozess. Das bifop-Verlagshaus ist ein Projekt der bifop GbR.
Sie können uns gern Ihr aussagekräftiges Exposé (max. 2 Seiten) senden. Was ist Ihr Thema, warum ist es relevant und wie bearbeiten Sie es methodisch? Bitte senden Sie und ausgearbeitete Manuskripte, die über den Umfang eines Exposés deutlich hinausgehen, nur AUFGEFORDERT zu!
Einreichung und Erstprüfung
Nach Exposésichtung erfolgt, wenn so entschieden, die Bitte um Einreichung des Manuskripts – in der Regel als Word-Datei oder auch als PDF. Bei bifop landen solche Einreichungen direkt bei den Herausgebern. Die erste Entscheidung ist keine wissenschaftliche, sondern eine redaktionelle: Passt das Thema zum Verlagsprogramm? Ist das Manuskript überhaupt reviewfähig, d.h. hat es eine erkennbare Fragestellung, einen methodischen Ansatz, eine nachvollziehbare Argumentation? Manuskripte, die diese Grundanforderungen nicht erfüllen, werden bereits hier zurückgegeben – das ist kein Peer Review, sondern ein editoriales Desk Reject.
Auswahl der Gutachter
Manuskripte, die die Erstprüfung bestehen, gehen in das eigentliche Verfahren. Die Herausgeber benennen zwei Gutachterinnen oder Gutachter – Personen mit fachlicher Expertise im jeweiligen Themenfeld. Bei einem kleinen Fachverlag wie bifop sind das typischerweise Hochschullehrerinnen und -lehrer aus dem Netzwerk der Herausgeber, Praktikerinnen mit wissenschaftlichem Hintergrund oder externe Fachleute, die man persönlich kennt und von deren Urteil man etwas hält. Die Unabhängigkeit vom Autor muss gewahrt sein – keine direkte Kooperationsbeziehung, kein offensichtlicher Interessenskonflikt.
Das Verfahren bei bifop ist in der Regel single-blind: Die Gutachter kennen den Namen des Autors, der Autor kennt die Namen der Gutachter nicht. Ein double-blind-Verfahren, bei dem beide Seiten anonym bleiben, ist in kleinen Fachverlagen schwer durchzuhalten, weil die Scientific Community überschaubar ist und Schreibstil, Thema und Zitation oft ohnehin verraten, wer hinter einem Text steckt.
Das Gutachten
Die Gutachter erhalten das Manuskript und einen strukturierten Fragebogen oder Leitfaden – bei bifop kann das auch eine offene Bitte um ein schriftliches Votum sein. Sie prüfen: Ist die Fragestellung klar und relevant? Ist der Forschungsstand angemessen berücksichtigt? Ist die Methodik nachvollziehbar und dem Gegenstand angemessen? Ist die Argumentation schlüssig? Gibt es formale oder inhaltliche Schwächen? Das Ergebnis ist ein schriftliches Gutachten mit einer klaren Empfehlung: annehmen, annehmen mit Überarbeitung, ablehnen.
Die Frist ist bei kleinen Verlagen meist großzügiger als kommuniziert – sechs bis acht Wochen sind Standard, in der Praxis dauert es oft länger, weil Gutachter ehrenamtlich und nebenbei arbeiten.
Entscheidung und Rückmeldung
Wir Herausgeber wägen die Gutachten ab und treffen eine Entscheidung. Bei divergierenden Voten – ein Gutachter dafür, einer dagegen – kann ein drittes Gutachten eingeholt werden; bei bifop ist es wahrscheinlicher, dass die Herausgeber selbst das Stichentscheid-Urteil fällen. Das Gutachten wird dem Autor in anonymisierter Form zurückgegeben, zusammen mit der Entscheidung. Bei einer bedingten Annahme enthält die Rückmeldung konkrete Überarbeitungshinweise.
Überarbeitung und Abschluss
Der Autor überarbeitet das Manuskript und reicht es erneut ein – entweder zur nochmaligen Begutachtung durch die Originalgutachter oder zur abschließenden Prüfung durch die Herausgeber selbst, je nach Umfang der geforderten Änderungen. Danach folgt das Lektorat, der Satz, die Druckvorbereitung – und schließlich die Veröffentlichung.
Was das bei bifop konkret bedeutet
Der Unterschied zu einem großen Fachverlag liegt nicht im Verfahren selbst, sondern in der Institutionalisierung. Bei großen Fachverlagen gibt es Redaktionssysteme, anonymisierte Einreichungsportale, automatische Fristenmahnungen. Bei bifop läuft das über direkte Kommunikation, persönliche Anfragen an Gutachter und das Vertrauen in ein überschaubares Netzwerk. Das ist keine Schwäche – es ist der realistische Modus eines wissenschaftlich arbeitenden Kleinverlags, der mit begrenzten Ressourcen einen ernsthaften Qualitätsanspruch aufrechterhält. Entscheidend ist, dass das Verfahren dokumentiert, nachvollziehbar und von der Autorenschaft unabhängig ist. Genau das unterscheidet ein peer-reviewed Verlagsprogramm von einem Selbstpublikationsservice – und das ist der Punkt, den bifop gegenüber Bibliotheken, Hochschulen und der Wissenschaftscommunity zu Recht beanspruchen kann.
Was bifop für seine Autorinnen und Autoren leistet – Vermarktung und Vertrieb
Ein kleiner Fachverlag wie bifop kann nicht mit den Marketingbudgets großer Verlage konkurrieren – aber er kann etwas anderes: persönliche Betreuung, zielgenaue Platzierung im Fachdiskurs und eine Infrastruktur, die dafür sorgt, dass ein Buch tatsächlich auffindbar und bestellbar ist. Das ist mehr, als es auf den ersten Blick klingt.
Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB)
Der erste und wichtigste Schritt ist die Meldung jedes Titels an das Verzeichnis lieferbarer Bücher. Das VLB ist die zentrale Metadaten-Datenbank des deutschsprachigen Buchhandels – wer dort nicht gemeldet ist, existiert für den Buchhandel praktisch nicht. Buchhändlerinnen und Buchhändler, Bibliotheken und Einkäufer recherchieren über das VLB, ob ein Titel lieferbar ist, zu welchem Preis, in welchen Ausgaben und bei welchem Verlag. bifop meldet alle Titel mit vollständigen Metadaten: ISBN, Kurzbeschreibung, Schlagworte, Preis, Erscheinungsdatum, Lieferstatus. Das ist keine Selbstverständlichkeit bei kleinen Verlagen – und es ist die Grundvoraussetzung dafür, dass ein Werk in Bibliothekskatalogen, Bibliographien und Einkaufsystemen erscheint.
Amazon und Online-Buchhandel
Über die Anbindung an den Buchhandel – direkt oder über Barsortimente wie Libri oder KNV/Umbreit – sind bifop-Titel auch bei Amazon, bei buecher.de, Thalia und anderen Online-Händlern gelistet und bestellbar. Das bedeutet: Wer den Titel kennt und gezielt sucht, findet ihn. Print-on-Demand-Produktion über Dienstleister wie Libri Plureos, mit dem bifop zusammenarbeitet, sichert dabei die Lieferfähigkeit ohne Lagerrisiko – ein pragmatisches Modell, das für akademische Fachbücher mit überschaubaren, aber stabilen Auflagen genau richtig ist.
Für eBook-Ausgaben sorgt bifop für die Auslieferung über einschlägige Plattformen, sodass Titel auch digital zugänglich sind – relevant nicht zuletzt für Studierende, die Literaturkosten im Blick behalten müssen.
Sichtbarkeit im Fachdiskurs
Was bifop darüber hinaus leistet, ist die gezielte Platzierung im relevanten Fachkontext. Das bedeutet konkret: Ankündigungen und Besprechungen in fachnahen Netzwerken, Präsenz auf Tagungen und Veranstaltungen, die im Zusammenhang mit dem Verlagsprogramm stehen – wie dem bifop Transfer- und Transformationstag – sowie die Vernetzung mit Hochschulen, sozialen Einrichtungen und Fachverbänden, die zur jeweiligen Zielgruppe gehören. Ein Buch über Organisationsentwicklung in der Behindertenhilfe braucht keine Werbeanzeige in einer überregionalen Zeitung – es braucht Sichtbarkeit bei Führungskräften in der Eingliederungshilfe, in Fachzeitschriften der Sozialwirtschaft und in den Curricula einschlägiger Studiengänge. Genau dort ist bifop vernetzt.
Newsletter und digitale Kommunikation
bifop kommuniziert sein Verlagsprogramm über einen eigenen Newsletter, der an Abonnentinnen und Abonnenten aus Hochschulen, sozialen Einrichtungen, Beratungsunternehmen und dem Bildungsbereich geht. Neue Titel werden dort vorgestellt, Veranstaltungen angekündigt, Themen aus dem Verlagsprogramm inhaltlich aufgegriffen. Das ist kein Massenversand, sondern eine kuratierte Fachkommunikation – und genau deshalb wirksamer als gestreute Werbung: Die Empfänger haben ein genuines Interesse an den Inhalten.
Ergänzend dazu pflegt bifop die eigene Website mit aktuellen Titeln, Autorenportraits und inhaltlichen Beschreibungen – die Promotexte, wie sie gerade entstehen, sind dafür ein gutes Beispiel. Eine gut gepflegte Verlagswebsite ist heute oft der erste Anlaufpunkt für Interessierte, die über eine Literaturempfehlung oder eine Suchanfrage auf einen Titel stoßen.
Was das für Autorinnen und Autoren bedeutet
Wer bei bifop publiziert, bekommt keine Pressestelle und keine Marketingabteilung – aber ein ernsthaft betriebenes Verlagsprogramm mit echter Infrastruktur: ISBN, VLB-Meldung, Buchhandelsanbindung, Online-Verfügbarkeit, fachspezifische Kommunikation und die Einbettung in ein Netzwerk, das für die jeweilige Zielgruppe relevant ist. Das Buch erscheint nicht im Nirgendwo, sondern in einem erkennbaren verlegerischen Kontext, der ihm wissenschaftliche Seriosität und fachliche Verortung gibt.
Für Autorinnen und Autoren, die aus der Praxis der Sozialen Arbeit, des Sozialmanagements oder der Berufspädagogik heraus schreiben und publizieren wollen, ist das genau das, was zählt.

